Leibniz-Forschungsverbund
Krisen einer globalisierten Welt

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Cultures of Crisis

Das Projekt „Cultures of Crisis“ wurde von der Arbeitsgruppe "Konzepte von Krisen initiiert und untersucht, in welcher Weise der westliche Begriff der Krise im Zuge der zunehmenden Verflechtung der Welt selbst eine Globalisierung erfahren hat. Es geht dabei nicht so sehr um die Frage, ob heutzutage Krisendiskurse und die Analyse und Deutung sozialen Wandels durch Krisennarrative global verbreitet sind, sondern vielmehr darum, wie der Krisenbegriff in anderen, außereuropäischen Kulturen und Regionen der Welt verstanden und verwendet wird. Welche Alternativen zur westlichen Krisennarration bestehen in anderen kulturellen und semantischen Kontexten? Wie erfolgt in außereuropäischen Kulturkreisen die Rezeption des westlichen Krisenkonzepts?

Diesen Fragen geht das Projekt in einer auf drei Veranstaltungen angelegten Workshop-Sequenz nach, die von Experten aus unterschiedlichen Kulturkreisen und allen fünf Kontinenten der Erde repräsentiert sind. Der erste Workshop, der im Januar 2018 im WZB durchgeführt wird, geht der Frage fokussiert die sozialwissenschaftliche Dimension des Themas. In ihm stehen das Verhältnis von politischem System, Legitimität und Krise im Mittelpunkt. Der zweite Workshop wird sich geistes- und geschichtswissenschaftlichen Fragen widmen, während der dritte Workshop dem Umgang mit Krisen in der gesellschaftlichen Praxis gewidmet ist und prominente Prakiker der Krisenbearbeitung einlädt. 

 

Beteiligte Institute

GEI: Georg-Eckert-Institut. Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig

GIGA: Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Hamburg

HSFK (PRIF): Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

IOS: Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg

IRS: Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner

WZB: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

ZZF: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam