Leibniz-Forschungsverbund
Krisen einer globalisierten Welt

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Experten in Krisen

Krisen können definiert werden als dramatische Situationen, die einen hohen Handlungsdruck auf Akteure auslösen. Diese müssen unter hoher Unsicherheit und unter Bedingungen von Nicht-Wissen schnelle Entscheidungen treffen, um die akute Lage zu entschärfen und die Krisensituation zu lösen. Um in komplexen Situationen Entscheidungen treffen zu können, spielt (wissenschaftliche) Beratung eine bedeutende Rolle. Das Projekt ist als Literaturstudie angelegt, die das Verhältnis von „Beratern“ und „Entscheidern“ in Krisen-Kontexten aufarbeitet. Hierzu werden verschiedene Typen von Beratern unterschieden und die Spezifika des Beratungskontexts in Krisen beschrieben. Besonderes Augenmerk des Projektes liegt auf der Frage, inwiefern Krisen auch Gelegenheitsfenster für strukturelle Veränderungen oder normative Neuorientierungen sein können und unter welchen Bedingungen solche nachhaltigen Lerneffekte eintreten. Erste Ergebnisse des Projektes werden in einem Arbeitspapier vorgestellt, dass zunächst als Working Paper des Verbundes erschienen ist. Das Projekt wird zudem auf dem internationalen Workshop „On the Limits of Knowing: Ignorance, Promises and the Political Economy of Knowledge“ (29. bis 30. August 2017 am Massachusetts Institute of Technology, Boston) präsentiert.

 

Beteiligte Institute

IRS: Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner

HI: HerderInstitut für historische Ostmitteleuropaforschung

 

Veröffentlichungen

Brinks, V; Ibert, O; Wendland, A V (2017): Beratung unter Stress: Experten in und für Krisen. Working Paper des LFV Krisen einer Globalisierten Welt

    Ansprechpartner der Projektgruppe "Experten in Krisen"


    Projektlaufzeit

    07/2016 - 08/2017