In einer globalisierten Welt nehmen Krisen eine neue Qualität an. Nicht nur wirken sie als fundamentale Funktionsstörungen ökonomischer, sozialer, politischer oder ökologischer Systeme weit über nationale Grenzen hinaus, häufig sind unterschiedliche Krisenlagen auch über einzelne Teilsysteme hinweg so komplex miteinander verflochten, dass ihnen zu begegnen immer höhere Anforderungen an koordiniertes Handeln stellt.
Leitfragen unserer Forschung
  • Wie entstehen Krisen? Wie verlaufen sie?
  • Welche Kriseninterdependenzen existieren? Welchen Einfluss haben sie auf die Problemverarbeitungskapazitäten von Gesellschaften?
  • Wann und wie werden Krisen wahrgenommen, artikuliert und kommunikativ verarbeitet?
  • Welche Bedeutung kommt unterschiedlichen Governance-Formen bei der Herausbildung und (effektiven) Bearbeitung von Krisen zu?

Die Forschungsfragen werden von den Arbeitsgruppen untersucht.

Der Film "Krisen einer globalisierten Welt" (2020) entstand im Rahmen des Ausstellungsprojekt "Making Crises Visible" im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main. Elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über den Begriff der Krise und dessen Bedeutung für ihre Forschung.