Der Leibniz-Forschungsverbund »Krisen einer globalisierten Welt« ist ein Zusammenschluss von Leibniz-Instituten, die inter- und transdisziplinär die Mechanismen und Dynamiken von Krisen sowie deren wechselseitige Interdependenzen untersuchen.
Ziele und Aufgaben
  • Der Aufbau eines Netzwerkes zwischen Leibniz-Instituten und die Bündelung ihrer Kompetenzen
  • Die Bildung von Arbeitsgruppen zur Erforschung transdisziplinär angelegter Teilprojekte
  • Der Wissenstransfer in die breite Öffentlichkeit
Wissenschaft

Die Synthese von sozial-, geistes-, lebens- und naturwissenschaftlicher Expertise ermöglicht es aus der systematischen Analyse heraus praxisrelevantes Wissen zu generieren, welches zur Einschätzung und zum Umgang mit gegenwärtigen Krisenlagen sowie zur Früherkennung sich krisenhaft zuspitzender Entwicklungen dienen kann. Der Verbund soll die in und zwischen den 24 Leibniz-Instituten geleistete Forschung bündeln und einer breiten Öffentlichkeit sowie politischen Entscheidungsträgern zugänglich machen.

Wissenstransfer

Aktivitäten aus dem Bereich Transfer umfassen die verbundeigene Veranstaltungsreihe "Crisis Talks" sowie die Berichtreihe "Crisis Interviews". Diese Formate bieten einen Raum für den Austausch von Wissenschaft und Öffentlichkeit und ermöglichen die diskursive Auseinandersetzung mit aktuellen Krisenphänomenen von Forschenden und ihrer Zuhörerschaft. Ein Projekt, welches sich mit der künstlerischen Erforschung von Krisen befasst, ist "Making Crisis Visible".

Aufgrund des globalen Ausbrechens der COVID-19-Pandemie stellt der Verbund darüber hinaus Kompetenzen bereit, um auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Entwicklungen im Rahmen der Corona-Krise zu reagieren. Ein neues Format, in dem solche Auswirkungen mit Krisenforschenden diskutiert werden, sind die Crisis Calls.

Koordinator
Dr. Stefan Kroll
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF)
Frankfurt am Main
kroll@hsfk.de