Lassen sich Krisen wegdesignen?

Interview mit dem Designer Prof. Klaus Hesse

LFV-Krisen: Inwieweit werden Sie mit Krisen in Ihrem künstlerischen Alltag konfrontiert?

Hesse: Bevor ich auf die Frage eingehe, möchte ich den Kunstbegriff kurz reflektieren. Redet man von Kunst, denken die meisten Leute an die bildende Kunst in den Galerien. Ich plädiere jedoch dafür, den Begriff erweitert zu verstehen. Ich bin kein Künstler, sondern Grafikdesigner und Lehrer an einer Kunsthochschule und arbeite in der Regel aufgabenorientiert. Natürlich lässt sich die angewandte Gestaltung nicht von der Kunst trennen. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen jedoch Aufgaben, die von außen kommen und nicht selbst-initiiert sind, wie bei bildenden Künstlerinnen und Künstlern oft der Fall. Kunst ist für mich ein weites Feld und schließt auch die Schnittstellen zur Kommunikation im Raum, Film, Animation, Fotografie, Illustration und Text mit ein.

LFV-Krisen: Ausgehend von diesem erweiterten Kunstbegriff, mit welchen Krisen sehen Sie sich als Gestalter konfrontiert?

Hesse: Das Auftreten von Krisen im gestalterischen Alltag kann an drei Stellen andiskutiert werden: Krisen im gestalterischen Prozess, wirtschaftliche Krisen und Krisen des gesellschaftlichen Systems.

Gestalterische Prozesse sind immer von Selbstzweifeln durchzogen. Ist mein Werk gut genug oder geht es noch besser? Im Mittelpunkt stehen meist kleine persönliche Entscheidungskrisen, wenn man sie so benennen mag. Denn auch wenn sich manche Situationen persönlich als Krise anfühlen oder von außen so gesehen und teilweise glorifiziert werden, stellen diese Momente keine Krisen dar, sondern sind normale Stimmungsschwankungen, die zum Schaffensprozess dazugehören.

Gestaltern begegnen vor allem Krisen wirtschaftlicher Natur. Gerade wenn man im Rahmen eines Architektur- oder Designbüros für Mitarbeiter verantwortlich ist, kämpft man oft mit dem Problem, zu groß oder zu klein zu sein. Kreativarbeit ist immer abhängig von der Marktlage. Dies kann zu Krisen führen, vor allem wenn man einem Konflikt mit einem größeren Auftraggeber ausgesetzt ist und aufgrund der finanziellen Lage nicht Nein sagen kann.

Neben den wirtschaftlichen Krisen gibt es auch noch die Krisen des gesellschaftlichen Systems, die Gestalter beeinflussen. Ohne das Recht auf Veröffentlichung und Pressefreiheit, befinden sich Kunst und Design in einer permanenten Krise der Begrenzung. Diese erleben wir glücklicherweise nicht in Deutschland, jedoch tritt sie in anderen Ländern der Welt auf.

LFV-Krisen: Näheren wir uns dem Begriff der Krise: Wie würden Sie den Begriff aus Ihrer Perspektive beschreiben?

Hesse: Aus meiner Perspektive geht es bei einer Krise um einen Mangel, aus dem Verteilungskonflikte entstehen. Dabei sollte man den Krisenbegriff erweitert verstehen und die zeitliche, räumliche sowie kulturelle Dimension miteinbeziehen. Jede einzelne Krise ist weit über ihren vermeintlichen Entstehungsort hinaus bedeutend. Krisen entstehen meiner Ansicht nach auch nicht plötzlich, sondern schleichen sich meist an – Naturkatastrophen ausgenommen. Somit sind viele Krisen vorhersehbar und ihr Eintreten beruht oft auf Unterlassungen.

Des Weiteren würde ich auch von einer krisenhaften Situation sprechen, wenn die Lage so ernst wird, dass in der Folge Menschenleben bedroht sind. Das liegt jedoch meist nicht vor, wenn wir von einer Krise sprechen. Der Begriff wird inflationär verwendet. Als wir zu Beginn unserer Recherche den Krisenbegriff in Google eingaben, waren wir über die Sucherergebnisse erstaunt. Auf den ersten Seiten wurde nur über Krisen bei Fußballvereinen berichtet.

LFV-Krisen: Sind Krisen in Kunst und Design Normalität und Ausdruck von Kreativität oder doch etwas Besonderes?

Hesse: Kunst ist ein großes Wort, hinter dem sich letztendlich der Künstler oder Designer verbirgt. Persönliche Krisen dieser werden gerne von außen als Motor der Kreativität glorifiziert. Das ehrt uns und macht uns ungeheuer interessant, ist jedoch meines Erachtens erst einmal nur ein gern benutztes Klischee auf künstlerische Gestalter. Dies wird auch klar, wenn man die Biografien herausragender Künstler und Künstlerinnen liest. Natürlich haben einige Lebensläufe etliche Brüche vorzuweisen, die sicherlich auch als Energiequelle zu sehen sind. Während des kreativen Schaffensprozesses spielen diese jedoch keine unmittelbare Rolle. Letztendlich professionalisiert sich jeder Künstler und Designer in seinem Werdegang und vollführt nicht immer existenzielle Akte, wie van Gogh, der sich sein Ohr abschnitt. Das ist ein Klischee.

LFV-Krisen: Schafft es Kunst in gesellschaftlichen Krisen, ein aktivierendes Potential zu finden und Menschen zu mobilisieren?

Hesse: Ohne Zweifel spielen Bilderschaffende in dieser Hinsicht keine unbedeutende Rolle. Kunst ist anregend, aber auch kritisch und subversiv. Sie lässt sich in meinen Augen als ein Spiegelbild des kulturellen Bewusstseins und der Identität einer Gesellschaft verstehen. Inwieweit sie Gesellschaften in Zeiten des Umbruchs beeinflusst hat, kann man am Beispiel der 1960er Jahre sehen. In dieser Zeit hat Kunst eine identitätsstiftende Rolle bei der Suche der Gesellschaft nach Erneuerung gespielt und diesem Prozess verschiedene Ausdrucksformen verliehen. Da gab es Aktionen, Bilder und Performances, wie die ‚Bed-Ins for Peace‘ Performance aus dem Jahr 1969 von John Lennon und Yoko Ono. Starke Bilder, die möglicherweise tatsächlich etwas verändert haben – ergänzend zu einem neu entstandenen Bewusstsein.

Bei der Frage muss man natürlich auch bedenken, dass wir im Westen nicht allein auf der Welt sind und es auch andere Kulturen und künstlerische Identitäten gibt. In Europa sprechen wir nicht über Abgrenzung zu anderen Kulturströmungen, weil wir uns als den Mittelpunkt von Erneuerung und Innovationen halten. Die Abgrenzung und die Frage nach der Identität und Geschichte spielt in anderen Teilen der Welt eine viel bedeutendere Rolle, beispielsweise in Afrika, China und Südamerika. Das schlägt sich auch sichtbar in der Arbeit der Gestalter und Gestalterinnen vor Ort nieder. Sie setzen sich intensiv mit der Geschichte und der Erneuerung der visuellen Wurzeln der Region auseinander. Ohne Zweifel eine Folge des Kolonialismus aber auch der Globalisierung. Sie gehen konsequent eigene Wege und entwickeln neue Impulse für die Selbstbehauptung.

Auch in China schaffen es Gestalter und Gestalterinnen zu mobilisieren. Denn Kunst ist in undemokratischen Gesellschaften nicht tot, ganz im Gegenteil! Künstler finden dort unterschiedliche Wege, um Kritik und Rebellion, allen voran aber Reflexion zum Ausdruck zu bringen. Ich kenne viele chinesische Künstlerinnen und Künstler, die auf sehr subtile Art und Weise – verborgen vor der Zensur – Kritik äußern, die für den Betrachter erkennbar ist.

LFV-Krisen: Kommen wir auf das Projekt zu sprechen, das Sie in Kooperation mit dem Leibniz Krisenverbund durchführen - Making Crises Visible. Wie kam es zu diesem Projekt von Seiten der Hochschule für Gestaltung Offenbach?

Hesse: „Making Crises Visible“ ist ein Experiment, das es in dieser Form noch nie gegeben hat. Forschende und Studierende gestalten gemeinsame Workshops und tauschen sich über einen längeren Zeitraum aus. Das ist für die Lehre an einer Kunsthochschule ein sehr beachtlicher Schritt nach vorne. Letztendlich basiert dies natürlich auch auf unser Interesse Gestaltung in einem gesellschaftlichen Kontext zu sehen. Gemeinsam mit Felix Kosok, Doktorand und Dozent an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, haben wir vor drei Jahren begonnen, komplexe Kurse mit geisteswissenschaftlichem Hintergrund zu geben. Unter anderem haben wir uns in einem Seminar mit Immanuel Kant auseinandergesetzt und im Zuge des 200. Geburtstages Karl Marx auch mit der Person und seinen Texten. In diesen Kursen und Workshops erhielten Studierende die Möglichkeit, in das Leben sowie die Theorie von Kant und Marx einzutauchen. Dies ist besonders spannend, wenn man das mit deutschen und chinesischen Studierenden gemeinsam macht. Die Studierenden haben diese kopflastigen Kurse sehr gut angenommen und hatten großen Spaß daran, diese Theorien und Anschauungen im Zusammenhang mit aktuellen Problemen und Krisen zu stellen. Diese Kurse haben zu einem neuen Lehrmodell geführt, in dem wir Philosophie und Gestaltung verknüpfen und letztendlich auch zu „Making Crises Visible“.

LFV-Krisen: Wie ist das Projekt ausgestaltet?

Hesse: In enger Zusammenarbeit mit dem Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, kooperieren wir mit Forscherinnen und Forschern des Leibniz-Forschungsverbundes, die sich speziell mit den Krisen einer globalisierten Welt beschäftigen. Zu Beginn des Projektes haben wir einen gemeinsamen Workshop von Forschenden und Studierenden organisiert, um so einen direkten Austausch zu fördern. Die Ergebnisse der Forscherinnen und Forscher sind letztendlich die Themen, mit denen wir uns nun seit mehr als einem Jahr beschäftigen. Die Themen reichen von Radikalisierung, Menschenrechten, Migration bis hin zu Umweltkrisen. Aber auch der Krisenbegriff selbst sowie die Krisenrhetorik werden thematisiert.

Ziel des Projektes ist nicht etwa die Sichtbarmachung von Krisen mit Hilfe von Infografiken, wie man zuerst vermuten würde, sondern eine Verdichtung als künstlerisches Statement zu den einzelnen Krisenbegriffen. Im Dezember 2018 haben wir anlässlich der Jahrestagung der Leibniz Forschungsgemeinschaft eine erste Ausstellung in Berlin organisiert.

LFV-Krisen: Können Sie uns anhand eines Beispiels den Transformationsprozess einer wissenschaftlichen Bearbeitung in ein Kunstwerk aufzeigen?

Hesse: Ein schönes Beispiel ist die Forschungsarbeit von Dr. Stefan Kroll, in der er sich intensiv mit Fällen internationaler Schiedsgerichte auseinandersetzt hat. Schiedsgerichte behandeln Konflikte zwischen Staaten als auch zwischen Staaten und Unternehmen – beispielsweise über Fragen der Zugehörigkeit von Inseln oder Ressourcenkonflikte. Somit sind Schiedsgerichte ein wichtiges Instrument, um Konflikte zwischen den Beteiligten beizulegen. Die Regeln der Schiedsgerichte unterscheiden sich dabei von Fall zu Fall, da die Regeln von den Beteiligten individuell im Vorfeld festgelegt werden. Stefan Kroll hat bei seiner Forschung ein besonderes Augenmerkt auf drei Fallbeispiele gelegt. Die Studierenden der HfG haben sich mit dem Charakter dieser Verhandlungen auseinandergesetzt und Modelle aus Stühlen und Tischen gebaut, die bestimmte Verzerrungen deutlich machen. Manche Stühle sind viel zu groß, so dass man auf sie klettern muss. Andere hingegen klein wie ein Kindergartenstuhl. Der Tisch ist schräg gebaut, so dass man nicht richtig an ihn sitzen kann. Diese Verzerrungen haben die Studierenden konkret auf die untersuchten Fälle bezogen, um zu visualisieren, dass es in Verhandlungen vor Schiedsgerichten unterschiedliche Kräfteverhältnisse gibt.

LFV-Krisen: Welche weiteren Themen werden angesprochen?

Hesse: Eine weitere Gruppe hat sich unter dem Titel “Making Crisis Tasty“ mit der Zukunft der Lebensmittel beschäftigt und fiktive, teils absurde neue Möglichkeiten erdacht, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Beispielsweise wurden naturähnliche Reispflanzen von Studierenden der Nanjing University of Arts entworfen, die mehr Körner pro Quadratmeter produzieren oder fette Kakerlaken mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sowie Monsterschweine und eine utopische Hühner/Eier-Produktionsanlage.

Auch das Thema Plastik spielt eine große Rolle und ist mit mehreren Beiträgen vertreten, unteranderem einem großen Korallenriff aus Plastikabfällen von HfG-Studierenden. Des Weiteren gab es einen separaten Kurs, der unter dem Motto „Making Crisis Pretty“ stand und in dem Studierende des Fachbereiches Mode des Shanghai Institute of Visual Arts vollständig aus Plastik bestehende Modekollektionen entworfen haben. Die Ausstellungsstücke sind sehr ästhetisch und überraschend, dass man richtig Lust auf Plastikfashion bekommt. Andererseits schockiert die Kollektion aber auch, indem sie dargestellt, auf welch dominante Weise Plastik in unser Leben eindringt.

LFV-Krisen: Die Idee von „Making Crisis Pretty“, Mode aus Plastik zu produzieren, lässt sich zurzeit auch in zahlreichen Läden finden, die aus Plastik recycelte Produkte bewerben. Hier wird eine Krisenlösung zu einem Kassenschlager. Was halten Sie von dieser Kommerzialisierung?

Hesse: Ich freue mich darüber, wenn es gelingt, alternative Kassenschlager zu etablieren. Wenn ein Designstück es über die Seiten einer Design-Zeitschrift auf den Markt schafft, ist das großartig. In der Kunst wird die Nicht-Kommerzialisierung manchmal glorifiziert, doch bedeutet Kommerzialisierung von Kunst und Design im Endeffekt einen großen Erfolg und eine gewisse Verbreitung. Von daher sehe ich in der Kommerzialisierung von Design immer einen positiven Effekt. Bildschaffende, genauso wie Schauspieler und Sänger, haben ein großes Interesse, dass ihre Werke gesehen bzw. gehört werden.

LFV-Krisen: Kommen wir auf den Entstehungsprozess dieser Arbeiten zu sprechen. Welche Schwierigkeiten stellen sich bei der Transformation einer wissenschaftlichen Bearbeitung in ein Kunstwerk?

Hesse: Vor Beginn des Projektes haben wir damit gerechnet, Arbeiten mit einem empirischen Schwerpunkt und vielen Zahlen und Statistiken zu erhalten. Das war letztendlich jedoch nicht der Fall. Bei den verwendeten Forschungsarbeiten, mit denen die Studierenden arbeiten, handelt es sich um komplexe qualitative Analysen und Einschätzungen. Die intensive Textarbeit ist für praxisorientierte Kunststudierende auf der einen Seite eine besondere Herausforderung, auf der anderen Seite jedoch auch eine gute Chance, ihre Fähigkeiten einzusetzen, Dinge zu vereinfachen und dabei zu überspitzen. Viele Studierende haben die Forschungsarbeiten auch nicht inhaltlich in den Mittelpunkt gestellt, sondern eher als Anlass für eigene Statements genommen.

Zu Beginn der Projektarbeit haben wir uns die Frage gestellt, welche Hilfestellungen wir den Studierenden anbieten können. Geeinigt haben wir uns auf drei Grundstrategien, um die Studierenden bei der Bewältigung von Herausforderungen zu unterstützen. Gemeinsam haben wir uns den Prozess der Visualisierung von Daten angeschaut, das Erzählen von Krisen und Improvisieren in prekären Situationen geübt und über Zukunftsszenarien spekuliert. Dieser Dreischritt aus visualisieren, improvisieren und spekulieren, sollte den Studierenden eine Hilfestellung geben. Ansonsten haben wir ihnen bewusst freie Hand gelassen. Es gab keine Belehrungen und Anweisungen, damit die Studierenden möglichst zu überraschenden und eigenen Positionen und Statements kommen würden.

LFV-Krisen: Das Improvisieren in prekären Situationen als Strategie um Herausforderungen anzugehen, klingt nach einem interessanten Ansatz. Reden wir über den Zusammenhang zwischen Krise und Design. Man könnte meinen, dass Krisen nach einer Lösung verlangen und Design Lösungen gestaltet, welche Probleme bewältigen sollen. Lässt sich eine Krise also wegdesignen?

Hesse: Ich denke nicht, dass Krisen wegdesigned werden können, dafür ist das Werkzeug nicht stark genug. Jedoch kann man durch Kommunikation und mit gestalterischen Mitteln aufklären, sowie auch Gehirnwäsche betreiben. Gestaltung im erweiterten Sinne spielt bei der Vermittlung politischer Positionen oder der Durchsetzung von Macht eine große Rolle, dies erleben wir zurzeit tagtäglich - sei es in der Türkei, Russland, China oder den USA.

Design-Aktivisten können aber auch aktiv bei der Bewältigung von Krisen helfen. Hierfür gibt es zahlreiche positive Beispiele, bei denen Gestalter nicht nur bei der Multiplikation einer Botschaft eine Rolle gespielt haben, sondern auch bei der tatsächlichen Umsetzung. Zum Beispiel hat Lot Amoros, ein brasilianischen Designaktivist, eine Drohne entworfen, die einen 10 Liter umfassenden Behälter mit Samen des Regenwaldes hält, der auf Knopfdruck geöffnet werden kann. Diese Drohne lässt er über von Feuer gerodeten Flächen kreisen und entleert dort den Behälter mit den Samen – manchmal mit Genehmigung, manchmal heimlich.

Ein weiteres positives Beispiel ist die vertikale Universität in Nepal. Diese wurde in den bis 8.000 Meter hohen Bergen des Landes angelegt, mit dem Ziel, das Wissen über die Heilpflanzen in der Umgebung zu erhalten, welches immer mehr in Vergessenheit geriet. Zur Umsetzung hat der Mitinitiator Rajeev Goyal in den entsprechend relevanten Höhenmetern Klassenzimmer in den Bergen errichtet. Man musste zu diesen Klassenzimmern zuerst aufsteigen und konnte dann auf der jeweiligen Höhe Informationen zu den Pflanzen erhalten, die um das Klassenzimmer herum wuchsen. Das ist ein tolles Beispiel, wie man universitäre Ausbildung nachhaltig verbessern kann. Wegdesignen kann man eine jedoch Krise nicht. Designer können lediglich wertvolle Impulse einbringen, die zur Verbesserung der Lage beitragen.

LFV-Krisen: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview wurde geführt von Thomas Siurkus.

Kontakt
Prof. Klaus Hesse
Hochschule für Gestaltung (HfG)
hesse@hfg-offenbach.de
Zur Person

Prof. Klaus Hesse ist Grafikdesigner und Professor für Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Er verantwortet zusammen mit Felix Kosok die künstlerische Leitung des Projektes „Making Crises Visible“.