Wir sprechen mit Krisenforschenden aus unterschiedlichsten Disziplinen über die Auswirkungen und Bedeutungen der Corona-Krise für unsere Gesellschaft – natürlich krisengerecht per Videoanruf.

(1) Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten von Corona

Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Sprecherin des Leibniz-Forschungsverbund "Krisen einer globalisierten Welt" und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in Frankfurt, nimmt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten von Corona unter die Lupe und ist zuversichtlich, dass unsere Demokratie und Gesellschaft der Krise standhalten wird.

(2) Von nationalen Alleingängen und entscheidenden Krisenexperten

Prof. Dr. Oliver Ibert, Direktor des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner, spricht über Krisenwahrnehmung und Unsicherheiten, über die Notwendigkeit  supranationaler Strategien des Corona-Krisenmanagements und die Rolle von wissenschaftlichen Experten in der gegenwärtigen Corona-Krise.

(3) Finanzkrise in Zeiten von Corona

Prof. Dr. Michael Koetter, Professor für Financial Economics an der Universität Magdeburg und leitet die Abteilung Finanzmärkte am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), betrachtet verschiedene Auswirkungen der Unsicherheit durch die Corona-Krise, beispielsweise auf den Immobilienmarkt, und auf die Maßnahmen, die innerhalb in der EU getroffen werden müssten.

(4) Versorgungssicherheit in Zeiten von Corona

Prof. Dr. Tilman Brück, Leiter der Forschungsgruppe “Wirtschaftliche Entwicklung und Ernährungssicherheit” am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren, spricht über das Ausmaß und die Auswirkungen von Ernährungsunsicherheiten vor und während der Corona-Krise und über deren Wahrnehmung im öffentlichen Diskurs. Dabei geht er insbesondere auf die Verantwortung ein, die westliche Industrieländer wie Deutschland für ihre Partnerländer im globalen Süden wahrnehmen müssen – nicht nur während der Gesundheits-Krise durch COVID-19, sondern auch in Hinblick auf den Klimawandel und andere krisenhafte Entwicklungen, die sich global ausweiten.

(5) Reproduktive Arbeit in Zeiten von Corona

Dr. Peer Illner, Post Doc im Forschungsverbund "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität Frankfurt über das Versagen des Marktes und das Versagen der Staaten, welche zur "Krise der reproduktiven Arbeit" und somit zu einer Daseinsversorgungskrise geführt haben. Sowohl in Form von Lohnarbeit als auch in Form von unentlohnter Arbeit verstärkt die Corona-Krise die "Krise der reproduktiven Arbeit", welcher vom Staat im Gegensatz zur profitgenerierenden Arbeit zu wenig Wertschätzung und zu wenig Schutz entgegengebracht wird. Die enthaltene Forderung ist, dass reproduktive Tätigkeiten and Markttätigkeiten angeknüpft werden müssen, sodass Bürger:innen in ihrer Daseinsversorgung vom Marktgeschehen weitestgehend unabhängig sind.

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Redaktion

Stefan Kroll (HSFK/LFV-Krisen)/Manuel Steinert (HSFK)/Sophia Igel (HSFK)

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